3. Verbesserungsprojekte
Energie und Mobilität

Volle Kraft voraus! - Vom kleinen Trick zur großen Maßnahme des Energiesparens
 

Foto: Carolin Harms
Energie sparen – ein Thema, das unsere Politik, Wirtschaft und  Gesellschaft seit Jahren intensiv beschäftigt, denn der Einsatz fossiler Energieträger und Atomenergie birgt hohe Risiken und hat große negative Auswirkungen auf die Umwelt.

Dass man die größten Veränderungen bewirken kann, wenn man im Kleinen beginnt, ist ein  wunderbarer Ansatzpunkt für private Haushalte, Institutionen, Unternehmen – und auch für Sie als Gemeinde, Einrichtung, Gruppe oder Verband.

Aber apropos Ansatzpunkt: Wo fängt man mit dem Einsparen an?

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die engagierten Menschen zur Verfügung stehen – vom kostenlosen Minimalaufwand bis hin zur zukunftsgerichteten Investition. Mehr als ein Drittel der klimarelevanten CO2-Emissionen entsteht durch die Nutzung von elektrischer Energie – dabei ist nur wenig Aufwand nötig, um auf doppeltem Wege zur Verringerung dieser Umweltauswirkungen beizutragen:

 Stichwort „Strom sparen“

Allein der Stand-by-Betrieb von Elektrogeräten schluckt in Deutschland so viel Energie, dass dafür drei Atomkraftwerke vom Netz genommen werden könnten.  Nimmt man sich im Arbeitsalltag nur einige Stromspartipps zu Herzen, hat das bereits erhebliche positive Auswirkungen auf die Umwelt – und die Stromrechnung. So kann man sich zum Beispiel fragen, ob man sich Geräte wie Drucker mit den Kollegen teilen kann und ob wirklich alle Einzelgeräte im Gemeindebüro genutzt werden oder sich die Anschaffung eines Multifunktionsgeräts lohnen würde. Beim Neukauf von Elektrogeräten gilt es, die Folgekosten abzuchecken, denn oft erweisen sich scheinbare Schnäppchen nachträglich als Material- oder Energiefresser. In jedem Fall lohnt es sich, die Stromsparfunktionen der genutzten PCs und Notebooks zu nutzen sowie die Geräte nach Feierabend vollständig vom Netz zu nehmen.

Letztendlich gilt: Egal, welche Art von Strom Sie beziehen – das Sparen lohnt sich in jedem Fall. Denn je höher unser Verbrauch ist, desto länger dauert es, bis wir die Energiewende schaffen – da bei größerem Verbrauch umso mehr Öko-Kraftwerke gebaut werden müssen.

 

 Ökostrom beziehen

Foto: Samuel Schmidt / www.jugendfotos.de
Seit der Öffnung des Energiemarktes 1998 kann der Stromanbieter frei gewählt werden. Viele Privatpersonen oder Gemeinden schrecken jedoch vor einem Wechsel zum Ökostrombezug zurück, da sie einen äußerst großen bürokratischen Aufwand und weitere Schwierigkeiten vermuten. Der Wechsel des Stromlieferanten ist aber kostenlos und reibungslos, denn die Stromversorgung ist gesetzlich garantiert. Technische Änderungen sind nicht erforderlich und auch bei Stromausfall bleibt die Störungsstelle des regionalen Netzbetreibers weiterhin zuständig. Einen Link zur Auflistung der besten Ökostrom-Anbieter finden Sie in der Linksammlung zum Thema Energie und Mobilität. Es ist der Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland (WGKD) gelungen, mit der Fa. Lichtblick in Hamburg, einem Anbieter regenerativer Energie, einen sogenannten strukturierten Vertrag zur Lieferung von Energie an kirchliche, diakonische und caritative Einrichtungen zu schließen. Weitere Auskünfte hierzu erteilt die Geschäftsstelle der WGKD (Sigrid Sandberg/Rainer Gritzka) unter der Telefonnummer: 0511 2796-446/445.

Wärmeenergie und Wasser sparen

Zum Beispiel der Bereich „Wärmeenergie“: Eine Überprüfung der  Heizungsanlage und ihrer Temperaturregelung kann Sie bereits einen Schritt vorwärts bringen. Aber nicht nur Fragen des Heizens sind wichtig – auch Überlegungen des richtigen Dämmens und Isolierens. Denn was nützt die sparsamste Heizungsanlage, wenn die Wärme im Winter aus alten Fenstern und Türen wieder entweicht?

Auch lohnt sich die Frage, ob eine Spülmaschine für Ihren Gemeindetreff eine umweltschonende Investition wäre. Dabei sollte man abwägen, ob Wasser gespart erden kann – denn beim regelmäßigen Spülen von Hand geht so Einiges durch den usguss. Natürlich kommt bei einer Spülmaschine auch der Stromverbrauch hinzu.
Mit einer einfachen Gegenüberstellung der Kosten können Sie eine gute Entscheidung treffen. Auch ein kritischer Blick auf die Nutzung der sanitären Anlagen ist einen kleinen Aufwand wert: Bei den Toiletten Wasserspartasten einzurichten ist beispielsweise eine gute Möglichkeit. Und wie wäre die
Vorstellung, bei der Toilettenspülung kein Trinkwasser zu vergeuden, sondern sich die Regentage im Erzbistum zunutze zu machen?

 Mobilität: Umweltschonend durchs Erzbistum

Foto: Fenja Eisenhauer / www.jugendfotos.de

 Sich mit Bus, Bahn und Fahrgemeinschaften fortzubewegen fördert nicht nur CO2-Einsparungen, sondern auch Ihre Gemeinschaft. Fahrten im Gemeindebulli sind oft schon Grund genug, um zur entsprechenden Aktion mitzufahren, denn ein gemeinsamer Start in den Tag ist viel spaßiger als das Anreisen mit vielen einzelnen PKWs. Größere Veranstaltungen an einem gut erreichbaren Ort zu planen ist ebenfalls eine sinnvolle Entscheidung. Sollte eine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel am geplanten Ort nicht möglich sein, kann man Abholdienste vom nächstgelegenen Bahnhof oder der Bushaltestelle organisieren. Kurze Wege sind gut mit dem Fahrrad zu schaffen – und eine gemeinsame Radtour statt des Ausflugs mit mehreren Autos ist auch eine schöne Sache…

 

Sie sehen – ob Sie im Pfarrbüro auf eine „Grüne Suchmaschine“ umsteigen (z.B. www.ecosia.de), durch Klimaschutzprogramme den eigenen CO2-Verbrauch Ihrer Flugreise oder Autofahrt ausgleichen ( www.atmosfair.de und www.klima-kollekte.de ) oder gar eine Photovoltaik-Anlage auf einem Dach der Gemeinde installieren – Ihren Möglichkeiten im Bereich der nachhaltigen Energie- und Verkehrsnutzung sind keine Grenzen gesetzt.

 

 Klicken Sie hier: Checkliste zum Thema Energie und Mobilität
(angelehnt an die Checklisten der Kampagne Zukunft Einkaufen)


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