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7.09.2013. Nordborchen als erste „Faire Gemeinde“ im Erzbistum ausgezeichnet
Schirmherr Klaus Töpfer überreicht Kirchengemeinde St. Laurentius in Nordborchen Auszeichnung für besonderes Engagement

Auszeichnung Nordbochen 1
Eine erste „Faire Gemeinde“ gibt es im Erzbistum Paderborn: Die katholische Kirchengemeinde St. Laurentius in Nordborchen wurde am Samstagabend im Rahmen der Initiative „Faire Gemeinde“ für ihr nachhaltiges und faires Engagement ausgezeichnet. Der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer überreichte als Schirmherr die Ehrung stellvertretend an die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Monika Plöger.  
Um die Auszeichnung zu erhalten, musste sich die Kirchengemeinde dazu verpflichten, selbst nur fair gehandelten Kaffee zu verbrauchen sowie zwei Verbesserungsprojekte in der Gemeindearbeit umzusetzen. Dabei entschieden sich die Verantwortlichen des hiesigen Arbeitskreises „Fair Planet“ dazu, einen „Eine Welt Laden“ zu eröffnen und diesen mit energiesparender Beleuchtung auszustatten. „Ich bin dankbar für dieses Engagement und freue mich, ihnen diese Auszeichnung übergeben zu können“, sagte Schirmherr Klaus Töpfer.
Die Initiatoren der „Fairen Gemeinde“, das Diözesankomitee, der Diözesanverband des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) sowie das Referat Weltmission, Entwicklung und Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat erwarten noch auf viele weitere Gruppen, die sich an Initiative beteiligen. „Es gibt schon eine Menge Bewerbungen, aber wir sind uns sicher, da geht noch mehr“, so BDKJ-Diözesanvorsitzender Sebastian Koppers.

Auszeichnung Nordborchen 2
Podiumsdiskussion mit Monsignore Joachim Göbel vom Erzbistum Paderborn, Arbeitskreismitglied Rita Fredersdorf Barbara Funke vom Diözesankomitee sowie Schirmherrn Klaus Töpfer

Im Vorfeld der Auszeichnung begaben sich neben Schirmherrn Klaus Töpfer auch Monsignore Joachim Göbel vom Erzbistum Paderborn, Arbeitskreismitglied Rita Fredersdorf sowie Barbara Funke vom Diözesankomitee auf das Podium zur großen Diskussionsrunde mit den Themen „Fairer Handel“, soziale Gerechtigkeit, Energiewende und Klimawandel. Professor Klaus Töpfer, zuletzt auch tätig als Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, berichtete beispielsweise von seinen Erfahrungen über den Klimawandel in Entwicklungsländern. „Auf Kosten anderer zu leben ist keine christliche Lebensweise“, betonte Töpfer. Monsignore Joachim Göbel betonte, dass es eine der vordringlichsten Aufgaben der Kirchen sei, sich für Gerechtigkeit einzusetzen. „Das ist nicht spektakulär, sondern unsere Pflicht vom christlichen Auftrag her“, so Monsignore Göbel. 
Das Projekt „Faire Gemeinde“ zeichnet von 2012 bis 2015 Kirchengemeinden aber auch einzelne Verbände, Einrichtungen, Institutionen und Gruppierungen aus, die sich durch konkretes Handeln und entsprechende Öffentlichkeitsarbeit für mehr Nachhaltigkeit und Internationale Gerechtigkeit im Erzbistum Paderborn engagieren. Die Auszeichnung soll in den Gemeinden nach innen und außen ein Zeichen für bewussten Umgang mit der Schöpfung setzen. Getragen wird das Projekt wird von dem Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn und von dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Diözesanverband Paderborn in Kooperation mit dem im Erzbistum Paderborn.


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