Aktuelles
11.11.2014. „Projekt ’Faire Gemeinde’ ist integrierende Kraft in Kirchengemeinden“
Zwischenbilanz von Erzbischof Hans-Josef Becker, Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer und Projektbeteiligten


 

Paderborn (pdp). Seit zwei Jahren läuft im Erzbistum Paderborn das Projekt „Faire Gemeinde“, das Kirchengemeinden und Gruppierungen für ihr Engagement im Bereich „Nachhaltigkeit“ auszeichnet. Zu einer Zwischenbilanz kamen jetzt der Schirmherr des Projekts, Bundesminister a. D. Professor Dr. Klaus Töpfer, Erzbischof Hans-Josef Becker als Botschafter der Initiative und Repräsentanten der Projektträger in Paderborn zusammen.

Das Projekt „Faire Gemeinde“ wird vom Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Kooperation mit dem Referat Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn getragen. Durch das Projekt soll in den Kirchengemeinden vor Ort nach innen und außen ein Zeichen für einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung gesetzt werden. Deshalb werden im Rahmen des Projekts die Gemeinden, Pastoralverbünde, Pastorale Räume, Verbände, Einrichtungen, Institutionen und Gruppierungen mit einem Label und einer Urkunde ausgezeichnet, die sich durch konkretes Handeln und entsprechende Öffentlichkeitsarbeit für mehr Nachhaltigkeit engagieren. Das Projekt startete im September 2012, eine Verlängerung über das eigentliche Projektende im Dezember 2015 ist aufgrund der bisher großen Resonanz angestrebt. Die Schirmherrschaft des Projekts hat der frühere Bundesumweltminister Professor Dr. Klaus Töpfer übernommen, der bereits zahlreiche Auszeichnungen in den Kirchengemeinden des Erzbistums Paderborn vorgenommen hat.


Erzbischof Hans-Josef Becker vertritt das Projekt „Faire Gemeinde“ als Botschafter nach außen. Er hatte jetzt die Projektbeteiligten zu einer gemeinsamen Zwischenbilanz eingeladen. Schirmherr Prof. Dr. Töpfer, Karin Stieneke vom Diözesankomitee, Annika Manegold vom BDKJ und Hildegard Schäfer als Projektreferentin „Faire Gemeinde“ nahmen ebenso teil wie von Seiten des Erzbischöflichen Generalvikariats Prälat Thomas Dornseifer, Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste, Ulrich Klauke, Leiter des Referats Weltmission-Entwicklung-Frieden, und Diözesanbaumeisterin Emanuela von Branca als Leiterin des Erzbischöflichen Bauamts, in dem die „Energieoffensive im Erzbistum Paderborn“ mit dem Leitwort „Ressourcen schonen – Schöpfung bewahren“ organisatorisch angesiedelt ist.


Hildegard Schäfer gab einen kurzen Überblick über die bisher ausgezeichneten Gemeinden und Gruppierungen sowie über die bisherige Arbeit im Projekt: „Die ‚Faire Gemeinde’ ist inzwischen zu einem Begriff im Erzbistum geworden“, so das Fazit der Projektreferentin. Annika Manegold vom BDKJ ergänzte: „Wir erleben eine große Spannbreite in den Gemeinden, was das Engagement in Punkto Nachhaltigkeit angeht. Durch die vielen Bereiche, die das Projekt abdeckt, wie etwa Lebensmittel, Mobilität oder Energie, kommen viele neue Aspekte zur Sprache.“ Auch in der Arbeit der Jugendverbände bestehe eine hohe Sensibilität für Nachhaltigkeit und kritischen Konsum.


Eine Auszeichnung im Rahmen des Projekts „Faire Gemeinde“ gebe den Engagierten vor Ort eine große Anerkennung und damit auch weitere Motivation, sagte Karin Stieneke vom Diözesankomitee: „Gleichzeitig entsteht durch ein Engagement für mehr Nachhaltigkeit in den Kirchengemeinden auch ein Know-how, das wir bistumsweit nutzen können.“ Ulrich Klauke unterstrich, das Projekt wolle nicht nur ein neues Bewusstsein schaffen: „Wir wollen vielmehr wirklich Menschen in den Kirchengemeinden dazu veranlassen, Verhaltensweisen zu verändern.“


Erzbischof Hans-Josef Becker betonte: „Als Christen haben wir den Auftrag, in verantwortungsvoller Sorge auf die Schöpfung als Geschenk Gottes zu schauen.“ Für ihn sei das Projekt „Faire Gemeinde“ ein hervorragendes Beispiel für die Bündelung verschiedener Kräfte und eine gelingende Kooperation zwischen den unterschiedlichen Trägern, so der Paderborner Oberhirte. „Ich bin überzeugt davon, dass dieses Projekt im besten Sinne eine integrierende Kraft in den Kirchengemeinden hat und gemeinsame Zuversicht aufkommen lässt, vor Ort etwas zu bewegen.“


Auch Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer lobte das Projekt als eine sehr gute Initiative auf einer breiten Basis, die von den Mitarbeitern mit großem Engagement verfolgt werde. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch weiterhin deutlich machen können, dass diese Initiative kein Strohfeuer ist, sondern wirklich nachhaltig“, ermutigte Prof. Dr. Töpfer die Träger und regte an: „Eine gemeinsame Veranstaltung aller bisher Ausgezeichneten könnte beispielsweise noch einmal ein besonderes Zeichen für Glaubwürdigkeit setzen.“ (pdp-n-12.11.2014)


Zurück zur Übersicht der Artikel

Fairtrade-Onlineschulung
mehr...