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24.09.2016, Dortmund. Pastoralverbund Dortmund Süd-Ost und Hörde ausgezeichnet.

VertreterInnen der 7 Gemeinden aus dem Pastoralverbund Dortmund Süd-Ost und Hörde, Pastoralverbundsleiter Matthias Boensmann (rechts), Jürgen Fenneker vom Diözesankomitee (4.v.r.) und Projektreferentin Gesche Hausin (5.v.r.)
Foto: Barz/Ruhrnachrichten
 Es kommt nicht häufig vor, dass die Urkunde für eine Auszeichnung auf zwei Seiten gedruckt werden muss. Für den 24.Septemerber 2016 war dies allerdings notwendig, da sich gleich 7 Gemeinden, die kürzlich als „Pastoralverbund Dortmund Süd-Ost und Hörde“ zusammengelegt wurden, gemeinsam auf den Weg gemacht haben, um vom Projekt „Faire Gemeinde“ ausgezeichnet zu werden.

So haben in den einzelnen Gemeinden Verbesserungsprojekte in unterschiedlichen Bereichen stattgefunden: Wurden beispielsweise auf einem Kirchvorplatz Fahrradständer installiert, stellte man in einer anderen Kirche auf LED-Leuchtmittel um und wieder anderswo liegt der Schwerpunkt auf dem Beschaffen ausschließlich Fairer Geschenkpräsente anlässlich von Jubiläen oder Geburtstagen. Gemeinsam schaffte man beispielsweise für die Hörder Gemeinden einen Verkaufswagen an, um fairgehandelte Produkte regelmäßig zu Gottesdiensten anbieten zu können. Auf diese Weise trägt die Beteiligung am Projekt auch dazu bei, den frisch gegründeten Pastoralverbund zusammenwachsen zu lassen.

In einem großen gemeinsamen Gottesdienst am Abend des 24. Septembers kamen schließlich Vertreterinnen und Vertreter aller Gemeinden zusammen, um Urkunden und Label in Empfang zu nehmen.

Pfarrer Matthias Boensmann erläuterte in seiner Predigt anhand unserer hohen Neukaufquote von Smartphones beispielhaft die Probleme, die dies für Menschen im Ost-Kongo mit sich bringt. Die dort häufig in die Wirren des Bürgerkrieges verstrickten Geschäfte in Mienen sogenannter „Konfliktmineralien“ wie Coltan lassen die Arbeits- und Lebensbedingungen für die Menschen katastrophal sein. Auf diese Weise verwies er auf die Verantwortung, die wir als Christinnen und Christen nicht nur für Menschen in unserem nächsten Umfeld haben und der wir durch eine kritischere Konsumhaltung ein Stück weit nachkommen können.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Gottesdienstbesucherinnen und –besucher zum Empfang mit aus der Nähe stammendem Sekt und fair gehandeltem O-Saft eingeladen. Selbstgebackene Käsetaler ergänzten die Erfrischungen nachhaltig.

Der Arbeitskreis Eine Welt stellte zudem ihr Partnerprojekt aus Indien vor, in dem solarbetriebene Taschenlampen für die lokale Bevölkerung hergestellt werden, um bei Stromausfall und in Regionen ohne Elektrizität darauf zurückzugreifen.



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