Ausgezeichnete Projekte
23.05.2014. Schwestern der Christlichen Liebe als erster Konvent im Erzbistum ausgezeichnet

Fair, weil achtsam

Hildegard Schäfer (Projektreferentin), Sr. Maria Ancilla König (Provinzoberin Schwestern der Christichen Liebe) u. Annika Manegold (BDKJ-Vorsitzende)  (v.l.n.r.)
v.l.n.r.: Hildegard Schäfer (Projektreferentin), Sr. Maria Ancilla König (Provinzoberin), Annika Manegold (BDKJ-Vorsitzende). Foto: Claudia Auffenberg
Paderborn, 23.05.2014. Als erste Ordensgemeinschaft im Erzbistum Paderborn und als zweite kirchliche Einrichtung im Kreis Paderborn erhielten die Schwestern der Christlichen Liebe am 23. Mai 2014 das Zertifikat „Fairer Konvent“. Damit zeichnen das Diözesankomitee im Erzbistum, das Referat Weltmission, Entwicklung und Frieden und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Gruppen, Gemeinden und Initiativen aus, die sich für Nachhaltigkeit und internationale Gerechtigkeit einsetzen. Entscheidend ist dabei konkretes Handeln.

„Seit 2001 schon befassen wir uns mit unserem Lebensstil“, so Schwester Maria Thekla, stellvertretende Provinzoberin. Damals schlossen sich die Schwestern einer internationalen Solidaritätsinitiative von Ordensfrauen an. Weltweit verpflichteten sich rund eine Millionen Schwestern dazu, ihr Verhalten auf zerstörerische Folgen hin zu überprüfen und zu ändern. „Als 2012 das Projekt ,Faire Gemeinde‘ startete, hat es bei uns gleich geklickt“, erinnert sich Schwester Thekla. Nun sind Ordensschwestern nicht unbedingt für ein Leben in Luxus und Ausschweifung bekannt, aber es seien eben die kleinen Dinge, die am Ende zählen: richtiges Heizen und Lüften, die Umstellung auf fairgehandelte, ökologische oder mindestens regionale Nahrungsmittel sowie auf grüne Energie. Zudem haben die Schwestern in ihre täglichen Gebete eine Fürbitte eingefügt, in der sie um den Segen „für unser Bemühen um Achtsamkeit allem Geschaffenen gegenüber“ beten. „Diese Achtsamkeit ist ein zentraler Aspekt unserer Spiritualität, der immer wieder neu interpretiert werden muss“, so Schwester Thekla. Mutter Pauline von Mallinckrodt, die Gründerin der Gemeinschaft, kümmerte sich im 19. Jahrhundert um die Bildung blinder, also vernachlässigter Kinder. „Sie tat das genau mit und aus diesem Respekt, dieser Ehrfurcht vor allem, was lebt.“ Heute erfordere das Leben andere Antworten, zu denen sich die Schwestern ganz offiziell verpflichtet haben.

 


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